
Braucht man wirklich diese überdimensioniert teuren Quarzheizgeräte von bekannten Marken? Ich spreche mit vielen Ingenieuren aus der PET-Blas- und Thermoformindustrie, die auf diese hochwertigen europäischen oder amerikanischen Infrarotleuchten schwören. Sie zahlen dafür ein enormes Preisniveau. Doch wenn man sich die Spezifikationen ansieht, sind sie fast identisch mit denen unserer eigenen Leuchten. Die eigentliche Frage ist nicht, ob eine lokale Leuchte überhaupt funktioniert – natürlich tut sie das. Die wirkliche Frage ist, ob sie ein konstantes Temperaturprofil halten kann, damit die Kunststoffwände nicht ungleichmäßig werden. Kommen wir zum Thema Leistung. Beim Auswahl einer Leuchte geht es eigentlich um die Wärmestärke. Nehmen wir einen 300-mm-Rohr, der mit 400 V betrieben wird. Wir kümmern uns nicht nur um die gewünschte Leistung in Watt, sondern auch darum, dass die elektrische Last ausbalanciert wird, damit die Glühfäden nicht vorzeitig verschleißen. Durch höhere Spannungen können wir hohe Leistungen erzielen, ohne große Strommengen benötigen zu müssen. Das bedeutet, dass die Verkabelung dünner bleiben kann und die Steuerpulte nicht als „Öfen“ enden. Ein Hinweis: Ersetzen Sie keine 230-V-Leuchte durch eine 400-V-Leuchte, ohne vorher Ihren Transformator zu überprüfen. Andernfalls wird der ganze Stromkreis zerstört. So einfach ist das. Die Details Wir verwenden hochreines Quarzglas. Warum? Weil wir möchten, dass die Kurzwellenstrahlung direkt durch den Kunststoff dringen kann, anstatt nur die Luft darum herum zu erhitzen. Zudem füllen wir die Leuchten mit Halogengas. Dadurch wird verhindert, dass der Wolframglühfaden zu schnell verdampft – dadurch bleibt die Leuchte über Zeit hell. Was die Anschlüsse angeht, so verwenden wir einfach R7s oder Sk15. Sie sind zwar nicht besonders fancy, aber sie funktionieren gut. Sie passen einfach hinein und sitzen fest. Die Passform ist wichtig: Wenn die Verbindung zu locker ist, entstehen Funken. Wenn sie zu fest ist, kann das Quarzglas durch die Hitze beschädigt werden. Es handelt sich dabei um ein feines Gleichgewicht. Was passiert in der Praxis? Bei der PET-Blasung muss man schnell die Glasübergangstemperatur erreichen. Unsere Leuchten liefern die notwendige Wärme dazu. Aber es gibt ein Problem: Wenn man 2500 W in so einen kleinen Raum leitet, entsteht eine Menge Abwärme. Man muss sicherstellen, dass die Kühlfans wirklich ausreichen. Andernfalls können die Leuchten beschädigt werden. Wir gestalten diese Leuchten so, dass sie leicht ersetzt werden können. Letztendlich hängt jedoch davon ab, wie gut die Maschine mit der Hitze umgehen kann, wie lange die Leuchte hält.