
Wie man die Heizleistung von Kunststoffheizlampen richtig einstellt
Wenn man sich die Datenblätter für Infrarotlampen ansieht, fällt es leicht, sich auf die Leistung in Watt und Spannung zu konzentrieren. Doch ehrlich gesagt sagen diese Zahlen nur die halbe Wahrheit. Entscheidend ist vielmehr, wie schnell die Temperatur ansteigt – und ob die Wärme gleichmäßig über den gesamten Lampenkörper distribuiert wird.
Das Problem mit dem Temperaturanstieg
Das Ziel ist es, den Lampenkörper so schnell wie möglich auf die gewünschte Temperatur zu bringen – ohne dass es zu Überhitzungen kommt. Bei der Herstellung von PET-Produkten oder beim Schrumpffolienverpacken ist eine schnelle Temperaturerhöhung von Vorteil, da dadurch die Bearbeitungszeiten verkürzt werden.
Aber es gibt ein Problem: Wenn der Filament nicht perfekt zentriert ist oder wenn der Quarzkörper von minderer Qualität ist, entstehen Hotspots. Solche Stellen sind nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich – sie können den Kunststoff verbrennen oder dazu führen, dass die Wanddicke der fertigen Produkte ungleichmäßig wird. Das sieht natürlich nicht gut aus.
Das Problem mit dem „kalten Ende“
Hier versagen die meisten herkömmlichen Lampen. Bei Standard-Lampen mit einer Länge von 300 mm oder 500 mm sind die Enden meist kühler als die Mitte. Dieses Problem kann man durch Anpassung der Windungsdichte des Filaments beheben.
Falls Sie auf Ihren Formteilen kalte Stellen feststellen, bedeutet das, dass die Temperaturverteilung nicht gleichmäßig ist. Man hat zwar den Drang, einfach die Temperatur im ganzen Ofen zu erhöhen, um das Problem zu beheben. Doch das sollten Sie nicht tun – sonst verschwenden Sie nur Energie und riskieren außerdem, dass das Material in der Mitte verbrennt.
Probieren Sie es aus
Falls Sie darüber nachdenken, auf Henruite-Lampen umzusteigen, glauben Sie mir nicht einfach – probieren Sie sie lieber selbst aus. Nehmen Sie eine unserer Lampen sowie Ihre aktuelle Lampe, schließen Sie beide an denselben Stromkreis an und messen Sie alle 50 mm die Oberflächentemperatur des Kunststoffs. So können Sie genau sehen, wie anders unsere Lampen die Wärme auf den Kunststoff übertragen.
Ein letzter Tipp: Seien Sie vorsichtig mit der Spannung. Es verlockt zwar, eine 230-V-Lampe auf 250 V zu schalten, um mehr Wärme zu erzeugen – doch damit opfern Sie eigentlich die Lebensdauer der Lampe für eine vorübergehende Lösung. Dadurch wird das thermische Profil der Lampe gestört, was zum Verschleiß der Lampe führt. Halten Sie sich bitte an die Spezifikationen. Und achten Sie darauf, dass die Kühllüfter tatsächlich in der Lage sind, die Hitze der leistungsstarken Lampen zu bewältigen – sonst droht ein vorzeitiger Verschleiß der Lampen.